Dienstag, 3. Januar 2012

Jahreswechsel

Allen "Schapaener - Interessierten" wünschen wir auf diesem Wege noch ein geniales und gesegnetes neues Jahr!!! Vielen Dank für alle Eure Unterstützung!

Der Jahreswechsel ist für die Japaner um einiges wichtiger als Weihnachten. Deshalb geht es hier erst richtig los, wenn für uns die Hauptfeiertage im Jahr schon vorbei sind. Normalerweise trifft sich die ganze Familie und es gibt natürlich jede Menge zu Essen.
Tabeas Englischschülerin bzw. Japanischlehrerin und ihr Freund haben uns da zwei Tage vor Neujahr schon mal einen "kleinen" Einblick gegeben.
Bei uns zuhause haben wir "Miso-Nabe" gekocht. Eine Art Eintopf, den man direkt vor einem auf dem Tisch zubereitet. Ein typisches Winteressen und sehr sehr lecker. Diesmal war Fisch, Krebsfleisch, Tofu und viel viel Gemüse drin. Wenn man einmal angefangen hat...


Stufe 1: Vorbereiten


Stufe 2: Alles in den Topf


Stufe 3: Mit der "Gasbombe" ratz fatz erhitzen und genießen

Unser ganz persönliches kulinarisches Sylvesterhighlight war ein Ofenkäse aus Deutschland mit Baguette. Wahnsinn!!!



Und es geht weiter mit Essen. Für Japanischlehrerinnen ist es wohl üblich, dass man nicht nur Sprache, sondern auch japanische Esskultur weitergibt. Deshalb war Lotze und eine weitere Schüleruin am 2. Januar bei seiner Japanischlehrerin zu einem traditionellen Neujahrsessen eingeladen. Das Essen wird normalerweise über Tage hinweg vorbereitet, damit die Mutter des Hauses über die Feiertage keinen Stress mit dem Kochen hat. Jedes einzelne Gericht hat eine spezielle Bedeutung und soll, Glück, langes Leben usw. bringen.
Witzig fanden wir im Vorfeld zu hören, dass vielen Japanern das Essen eigentlich gar nicht schmeckt :-) Lotze hat es auf jeden Fall sehr gut geschmeckt (zumindest das Meiste).


Typisch japanisches Neujahrsessen




Lotzes Japanischlehrerin (links) und eine weitere Schülerin von ihr

Besonders wichtig für viele Japaner ist der erste Besuch im Jahr am Shinto Schrein, um für das neue Jahr zu beten. Deshalb machen sich in den ersten Tagen des Jahres von den über 127Millionen Japanern ca. 90Millionen auf den Weg. Dementsprechend voll sind viele Straßen und natürlich noch voller die Schreine. Ein bekannter Schrein steht ganz in unserer Nähe, in Kamakura. An Neujahr wird dieser Schrein von über zwei Millionen Menschen besucht.


Besucher am "Tsurugaoka Hachimangu Schrein" in Kamakura

Nach soviel Trubel sind wir anschließend noch zum Meer gelaufen und kamen geraden noch rechtzeitig um einem wunderschönen Sonnenuntergang zu bestaunen.


Sonnenuntergang in Kamakura

Zum krönenden Abschluß gings noch zu einem kleinen Ausflug nach Deutschland in das Retsaurant "Sea Castle". Dort gab es Bratwurst, Fleischkäse, Sauerkraut, Kartoffeln und Schwarzbrot. Wurst und Fleisch wird von den Betreibern selbst hergestellt und ist sehr sehr lecker.


Blick aus dem "Sea Castle" (Was aussieht wie die untergehende Sonne ist in Wirklichkeit eine rote Ampel :-) )


Deustches Essen

Irgendwie ungewohnt aber toll, wieder einmal von einer deutschen Wirtin gefragt zu werden "Hat's geschmeckt?" Jawoll, hat es!
Fragt sich nur, wie man das ganze Essen wieder von den Rippen bekommt. ;-)

1 Kommentare:

jfjp hat gesagt…

leckaaaaaaaaa!!!!!!!!!