Freitag, 19. Juni 2020

Einblick in den Alltag während alles etwas langsamer ging....

...und das haben wir doch tatsächlich genossen.

Das Leben hatte sich gut eingespielt, wir hatten eine Routine gefunden, die Kids entspannt und fröhlich und dann gings langsam aber sicher wieder los mit Schule und Kindergarten und alles war wieder durcheinander ....
Aber erstmal noch ein paar Bilder und Sätze zum langsameren Leben...

Sonntags haben wir uns meist bei einer Freundin aus der Gemeinde getroffen, die mit ihrer Familie in ein größeres Haus gezogen war. Zuerst immer zum Helfen und jetzt aber einfach zum Zeit miteinander verbringen.

Hier schauen wir mit den Kids die aufgezeichnete Kinderkirche an. Das Niveau steigt wöchentlich und ich bin echt jedesmal platt was die Mitarbeiter da auf die Beine stellen.

Hier könnt ihr gerne mal reinschauen:
 


Für die House warming Party haben wir dann auch zusammen gekocht und lecker gegessen


Überhaupt war während der erzwungenen Auszeit mehr Zeit zum Kochen und leckere Sachen ausprobieren. Hier ein paar Bilderchen

mega leckeres Roggenbrot - allerdings nicht selber gemacht sondern geschenkt bekommen

den Kaffee Latte perfektionieren:-)

bunte Schneckchen backen

italienisches Brot getestet und für lecker befunden

Käsekuchen - das erste Mal ohne Käsekuchenhilfe dafür mit Joghurt weil es hier keinen Quark gibt

leckere kalte japanische Nudeln mit Topping

Geburtstagsgeschenk für eine Freundin fertig gehäkelt

das erste Mal auf dem Balkon gefrühstückt - auf dem Boden sitzend,  weil er für alles andere zu klein ist

es gab verletzte Finger... sie hat keine Ahnung was sie da zeigt :-)))))

Lens altes Fahrrad wurde für Luca in andere Farben umlackiert

eine Rampe wurde für Len gebaut, damit er seine Waveboardfähigkeiten noch ausbauen kann

Hasen spielen...

...und dann ging´s schrittweise zurück in Schule und Kindergarten. Bisher ist immer nur vormittags Kindergarten und Schule. Len geht immer erst zur zweiten oder dritten Stunde in die Schule, da wir vorher zusammen zu Hause deutsche Fernschule machen - Deutsch und Mathe. Die anderen Fächer hat er dann in der japanischen Schule, die den Stundenplan so geschickt legen konnten, dass das so super passt.
Auch Luca hat nur bis 11.15 Uhr Kindi und einmal die Woche fröhnt sie ihrem neuen Hobby - dem Cheer dance.



hier waren wir nach langer Zeit mal wieder zusammen in einem Recycleshop - Second Hand Laden - nicht nur ich, sondern auch die Kids hatten sichtlich Spaß

Freude - bringen diese Schuhe bestimmt in kleine Mädchenherzen :-)

Das erste Mal seit wir in Japan sind, haben wir Umesirup angesetzt. Von einer meiner Freundinnen haben wir Ume - japanische Pflaume - geschenkt bekommen und hoffen auf leckeren Sirup in so ca. 2 Wochen

Ein gemütlicher Abend mit Freunden und leckerem Essen als Dankeschön, dass sie uns einen Schreibtisch für Luca geschenkt haben.


Und dann - von einem kleinen Mädchen lange herbeigesehnt - Lucas 6ter Geburtstag!




Unser neuer Mitbewohner und Lucas liebste Freundin Bella


Hausaufgabe von der Schule - Sonnenblumen anpflanzen - naja - so ganz erfolgreich siehts noch nicht aus...aber besser als beim ersten Versuch wo einfach nichts kam. Also neue Erde und Samen kaufen und dieses Mal gings super schnell dass wir das erste grün sehen konnten.

Die Ume nach 1.5 Wochen....die Vorfreude steigt

Hier schicken wir einen wichtigen Brief auf den Weg - der japanische Staat schenkt jedem Einwohner einen Batzen Geld um die Wirtschaft anzukurbeln - und das ist der Antrag dafür 😍
Kommt hoffentlich rechtzeitig, um die fälligen Steuern und die krass hohe Krankenversicherung zu zahlen und vielleicht bleibt dann noch ein kleines bisschen übrig...

Und last but not least sind auch endlich die sogenannten Abe-Masken eingetroffen :-) Auch ein Geschenk des japanischen Staates an jeden Haushalt 2 Masken.


Freitag, 8. Mai 2020

Dankbarkeit...

...trotz all der vielen Heraufsforderungen zur Zeit, versuch ich meinen Blick so oft wie möglich auf all die vielen positiven Dinge zu lenken und Gott von Hezen dankbar dafür zu sein, dass es uns so unglaublich gut geht, wo es vielen anderen im Moment oder auch grundsätzlich nicht so gut geht.

Hier einfach mal ein paar kleine oder auch größere Dinge für die ich in den letzten Tagen und Wochen besonders DANKBAR bin.

Die Bekannten einer meiner Freundinnen sind in eine kleinere Wohnung gezogen und hatten keinen Platz mehr für dieses tolle Sofa und deswegen haben wir es geschenkt bekommen! Sooo cool oder?
Schon länger schauen wir uns um, konnten aber bisher kein passendes finden und so hat Gott unsere Gebete noch viel besser beantwortet, denn so eine hammer tolle Couch hätten wir uns bestimmt nicht geleistet.


Ich liebe Apfelmus, aber wenn man es in Japan überhaupt findet, ist es sehr teuer. Also mach ich es normalerweise selber, wenn es erschwingliche Äpfel gibt. Da die gerade aber auch immer teurer werden, hab ich mich um so mehr gefreut, erschwingliches Apfelmus im Supermarkt um die Ecke zu finden! Juhu! Hoffentlich lassen sie es im Sortiment!


Diesen tollen altern Stuhl haben Luca und ich auf dem Heimweg vom Kindi entdeckt. Nein, der Kindi hat noch nicht wieder angefangen, aber die Erzieherin stellen jede Woche ein Paket an Materialien zusammen zum Basteln, Rätsen, Enlisch üben...das wir einmal in der Woche abholen können. Ausserdem gibts auf der Homepage kurze Videos mit Fingerspielen, Fotorätseln.... einfach ein mega toller Kindi! Dankbar hoch10 dass Len dort hin durfte und auch Luca dort einen Platz bekommen hat!
Aber zurück zum Stuhl - 2 davon standen einfach an der Strasse auf unserem Heimweg mit einem Zettel dran, dass sie von dem Restaurant nicht mehr gebraucht werden und gerne mitgenommen werden dürfen! Wie cool ist dass denn? Und da Luca an dem Tag das erste Mal die knapp 5 km in den Kindi mit dem eigenen Rad geradelt ist, hatte ich auf meinem Mamafahrrad den Sitz hinten frei für diesen tollen Stuhl.


Die Möbelgeschichten nehmen kein Ende :-) Eine andere Freundin hatte diesen tollen Schreibtisch übrig und Luca freut sich riesig, jetzt auch einen eigenen Schreibtisch zu haben!


Hier basteln wir gerade eines der Spiele mit dem Material vom Kindi.


Und die Englischen Wörter hat sie am Nachmittag gleich mit meiner Freundin Jenny - Australierin - geübt, die vorbeikam um ihren Kaffee im Thermomix mahlen zu lassen. Freunde zu haben ist einfach so was untersetzlich wichtiges und ich bin gerade für Jenny sehr dankbar. Wir treffen uns normalerweise einmal die Woche noch mit einer Japanerin um gemeinsam zu beten und uns zu ermutigen und das tut so unheimlich gut.



Die Kids haben einen Donutladen eröffnet - was uns viel Spaß und "leckere" und kreative Donuts eingebracht hat. Dankbar für die extra Zeit mit den Kids.


Langsam wirds wärmer und wir konnten mit Freunden am Fluss spielen - natürlich mit genügend Sicherheitsabstand:-)


Blumenkränze basteln...


...und Schlangen sehen - für mein Geschmack etwas zu nahe...


...dankbar für tolle Blumen am Wegesrand...





Nicht so dankbar, dass Lydia unser Lernhelferin nach Deutschland zurück musste, aber dankbar, dass wir ihr Zimmer vollends ausräumen konnten und anderen Menschen mit den Sachen helfen.


Dankbar, dass es wieder Mehl für Brot im Laden gab / gibt und wir rechtzeitig da waren um welches zu Kaufen und leckeres Matchabrot backen konnten.


Und ganz ehrlich, ich könnte grad so weitermachen wenn ich hier so sitze und mein Herz freut sich an all dem Guten um uns herum, neben den Herausforderungen - die dadruch aber einiges an Kraft verlieren.
Hei versuchts doch auch mal - schaut auf euren Tag zurück und sucht nach großen und kleinen Dingen für die ihr dankbar seid und wenn ihr das regelmäßig macht, verändert sich was innen drin. 
So wars bzw ist es zumindest bei mir!
Und auch dafür bin ich dankbar!

Segen an Euch alle!




Montag, 20. April 2020

Taufe im Meer - Corona can`t stop moving Jesus - yeah!

Besonderes Wochenende

Ende März trafen wir uns als Gemeindegründungsteam zu einem besonderen Wochenende. Was das Wochenende so besonders machte, war kein grossartiges Ereignis, sondern einfach die Tatsache, dass wir uns in Zeiten von Corona noch so einfach treffen konnten. Darüber hinaus ist es aber jedesmal etwas Besonderes, wenn wir unseren zukünftigen Einsatzort "Inagi" erkunden und Pläne schmieden.
Mit Familie Gross und Ehepaar Degler haben wir die Gegend in und um Inagi besucht und weitere Schritte für das Gemeindegründungsprojekt geplant. Dabei konnten wir auch schon mit einigen Leuten ins Gespräch kommen und hören, welche Bedürfnisse die Menschen dort haben.


Wir freuen uns besonders, jüngere Missionare mit im Team zu haben, die sich voll in die Sprache und Kultur reinhängen. Wie man sieht, haben sie auch noch andere Qualitäten, die uns zugute kommen. :)

Kaffeekunst aus dem Hause Degler.
Das Kindi- und Schuljahr hat diese Jahr so ganz anders geendet wie sonst, was echt schade war und auch für Luca nicht ganz einfach. Zum Glück durften die Kinder nochmal kurz in den Kindergarten um sich wenigsten von ihren jetztigen Erzieherinnen verabschieden zu können und auch um zu erfahren, in welche Gruppe sie als nächstes kommen. Für Luca war der Abschied nicht einfach und nach dem Foto gab es dann eine ganze Weile Tränen...aber Gott ist gut und sie darf weiter mit ihrer besten Freundin in der Klasse bleiben und auch die neue Erziehrin kennt sie schon und mag sie.


Das für den Frühling typische "Kirschblütenschauen" durfte dieses Jahr leider auch nicht wirklich stattfinden. Parks mit vielen Kirschbäumen wurden geschlossen und auch bei uns am Fluss hingen Hinweise, dass man zwar im Laufen die Kirschblüten betrachten darf, aber sich bitte nicht wie sonst üblich niederlassen soll und auch nichts essen und trinken.
An einem Tag waren wir mit eine paar Freunden in einem kleinen Park- aber gross genug für social distancing um zu spielen und die Kirschblüte wenigstens ein kleines bisschen zu geniesen.


Die folgenden Bilder sind aus einem anderen Park der einfach nur wunderschön ist.




Tja und was macht man wenn man so lange "Ferien" hat und aber eigentlich nicht weggehen sollte?
Indoorcamping :-)



Und dann hat es doch tatsächlich auch noch an einem Sonntagnachtmittag geschneit...


Seit über 3 Jahren wohnen wir jetzt hier, aber es war immer schwierig für Len und Luca Freunde zu finden, aber dank Corona und der vielen Kinder die plötzlich immer draussen sind, hat Len 2 gleichaltrige Freunde gefunden und von einem das Waveboard fahren beigebracht bekommen.


Einer der beiden Jungs fühlt sich schon sehr heimisch bei uns und ist gerne überall dabei. Letzte Woche war er auch mal mit in der Kirche wo es ein Programm für Kinder gibt, deren Eltern arbeiten müssen. Ich war dort um zu helfen und da Len und Luca mit sind, wollte er auch mit. Er hatte ne gute Zeit und will wieder mal mit. Hoffentlich darf die Kinderkirche bald wieder starten....

Besondere Entscheidung

Durch die Corona Krise musste leider die Entscheidung fallen, dass unsere Impactlerin Lydia ihren Einsatz in Japan frühzeitig beendet und zurück nach Deutschland fliegt.
Zum Glück war noch soviel Zeit, dass sie ihre Wohnung gut aufräumen und sich von den Menschen verabschieden konnte, die ihr in der Zeit ans Herz gewachsen waren.
Wir sind sehr dankbar, für die Hilfe, die sie uns war und sind uns sicher, dass sie nicht das letzte Mal in Japan war.


Besondere Ostern

Dieses Jahr durften wir ganz besondere Ostern feiern. Für Len und Luca waren ihre Geschenke natürlich das Highlight. Tabea und ich durften uns über ein ganz anderes Geschenk freuen. 
Da in unserer Gemeinde die Gottesdienste nur noch im Internet zu verfolgen sind, wurden einige der geplanten Taufen ans, bzw. ins Meer verlegt. Aus verschiedenen Gründen durfte Lothar den Part im Meer übernehmen und insgesamt 6 Leute taufen. 
Das wirklich Besondere für uns ist, dass sich auch drei Freunde (Zwei Mütter und ein Vater) aus dem Kindergarten taufen ließen. Tabea kümmert sich schon länger besonders um die zwei Mütter. Das war echt genial, aber auch mit vielen Kämpfen und Anfechtung verbunden.
Dank der Neoprenanzüge war die Wassertemperatur gut erträglich. Ausser für den Vater der sich erst im letzten Moment für die Taufe entschieden hatte und deshalb keine Zeit mehr blieb, einen Anzug auszuleihen. :) 
So konnten die Täuflinge und wir ganz konkret die Auferstehungskraft Jesu erfahren und hatten wirklich Frohe Ostern.

Ein besonderes Geschenk für Len.
Ein besonderes Geschenk für Luca.

Ein ganz besonderes Geschenk für uns.

Besonderer Unterricht

Auch hier werden durch Corona die Einschränkungen immer deutlicher spürbar und immer mehr Geschäfte, Schulen, Kindergarten usw. bleiben geschlossen. Für Luca bleibt der Kindergarten bis auf Weiteres ganz geschlossen. Len hat noch an einem Tag in der Woche ein paar Stunden Unterricht. Die morgentliche Andacht gibt es nun auch per Zoom. 
Da er aber sowieso das Material der Deutschen Fernschule machen muss, wird es ihm zuhause nicht langweilig. Tabea auch nicht, da sie nun zusätzlich den Part von unserer Impactlerin Lydia übernommen hat und Len komplett unterrichten muss.

Morgenandacht per Zoom.
In unserem recht vollen Alltag tun kleine Pausen und Abwechslungen gut. Da Lotze zu einer Besprechung nach Nakanoshima musste, haben wir die Chance genutzt und sind mitgefahren.Len und Luca hatten viel Spass draussen bei herrlichem Wetter mit Elia und Malea und Rahel und ich haben neben Unkraut jäten versucht Hosea nicht aus den Augen zu verlieren.


Mittags gabs dann einen Spaziergang und danach "Fossilien" ausgraben auf der Terrasse.
Ein rundum gelungener Tag der uns in dieser besonderen Zeit gut getan hat.

Keiner weiss wie lang das noch so weitergeht, aber eins wissen wir - nichts geschieht was Gott nicht zulaesst!
Jesus is in control! Halleluja!

Wünschen Euch allen, dass ihr gerade jetzt ganz besonders Gottes Frieden spürt und erlebt und mit seiner Hilfe Euer ganzes Vertrauen in ihn setzten könnt!