Freitag, 23. Februar 2018

Einsatz im Norden - Schnee im Süden

Kamaishi & Ishinomaki 

Das neue Jahr ging für mich (Lothar) und unsere Impactlerin Ellen gleich mit einem Einsatz im Nordosten Japans los. Gemeinsam mit einem Team von ca. 20 Leuten fuhren wir in etwa 10 Stunden von Hongodai nach Kamaishi, einer Stadt im ehemaligen Krisengebiet. Dort richteten wir uns in einer Kirche ein und bereiteten uns auf den nächsten Tag vor. 
Unser Begleitfahrzeug hatte leide reinen klienen Unfall und so musste sich der Bus nochmal für ein paar Stunden auf den Weg machen, um das Material aus dem Auto zu holen. Sehr schnell wurde überlegt, wie wir den Ausfall des Autos kompensieren können. Ein Mietauto hätte umgerechnet einige hundert Euro gekostet. Aber das Problem wurde am nächsten Tag in der Werkstatt sehr einfach gelöst. Der Mechaniker tauschte in dem kaputten Scheinwerfer die Birne aus und klebte einfach eine Folie drüber. Das hat dann nicht mal 30 Euro gekostet und das Auto konnte wieder bis nach Hongodai fahren.  
In Kamaishi haben wir in einem öffentlichen Gebäude ein kleines Festival veranstaltet, um Leute einzuladen, die nichts mit der Kirche am Hut haben. Da der Veranstaltungsort direkt neben einer grossen Mall liegt, kamen auch einige Leute vorbei und hatten bei den Spielstationen, Gruppenspielen und freiem Essen eine Menge Spass. Bei einem Minikonzert sorgte die Sängerin dafür, dass auch die Botschaft nicht zu kurz kam.
 
Fahrt in den Norden.

DLG prämierte Qualität an der Autobahnraststätte mit witzigem Etikett ;-)

Veranstaltungsort "Kamaishi Pit"
 




Abends sind wir dann gleich weiter nach Ishinomaki gefahren. Die Stadt liegt uns besonders am Herzen, da wir hier nach dem Tsunami oft bei Hilfseinsätzen dabei waren. Durch die Hilfseinsätze ist eine kleine Gemeinde entstanden, die von einem koreanischen Missionar betreut wird. Am nächsten Tag haben wir auch hier ein kleines Festival veranstaltet. Es kamen zwar nicht viele Leute von aussen, aber die Stimmung war trotzdem gut. Daran konnte auch der Regen und heftige Wind nichts ändern, wegen dem wir das Festival draussen vorzeitig abbrechen mussten. Die Veranstaltung ging einfach drin weiter und so waren auch die Leute bei den Liedern, einem Anspiel und einer Predigt dabei, die vorher draussen waren.

Ankunft in Ishinomaki bei Nacht.
Wilkommen!




Rugby geht in jedem Alter!


Durch den Regen wurde das Programm nach drinnen verlegt.
Am nächsten Morgen gings dann um 6 Uhr in der Frühe los, um auf einem Berg den Sonnenaufgang zu bestaunen und für die Stadt zu beten. Bei eisiger Kälte harrten wir etwa eine Stunde auf dem Berg aus, bevor es wieder zurück in die Kirche ging. Dort nahm das Team noch am Gottesdienst und gestaltete diesen mit. Ich habe mich schon morgens auf den Weg nach Ichinoseki gemacht, um dort den ehemaligen Impact-Bus abzuholen und in die Zentrale nach Nakanoshima zu bringen.

Frühsport über Ishinomaki.



Blick über Ishinomaki.

Gebet über Ishinomaki.

Sonnenaufgang über Ishinomaki.

Schnee

Nicht nur im Norden Japans gab es in diesem Jahr aussergewöhnlich viel Schnee. Auch bei uns in Yokohama durfte man sich über dicke Flocken freuen, was hier eine Besonderheit ist. Das sorgte für manches Chaos auf den Strassen, aber auch für eine freudige Stimmung bei Kindern und Erwachsenen. Busfahrer, Restaurantangestellte und natürlich viele Kinder bewarfen sich mit Schneebällen, bauten Schneemänner und rutschten über die Strassen. 
Eine Angewohnheit, an dass man sich immer noch nicht so recht gewöhnen will, ist das "Schneeschaufeln" mit dem Gartenschlauch. :-)
Am nächsten Tag durfte ich mit den anderen Mitarbeitern aus der Kirche ganz ohne Gartenschlauch Berge von Schnee wegschaufeln. Den Rest erledigte dann die Sonne in kürzester Zeit, so dass am Mittag die Strassen schon wieder frei waren. 
Hier ein paar Impressinen aus unserer Umgebung:


 



Schneeschaufeln mit dem Gartenschlauch.

Eine heisse Suppe ist bei dem Schnee genau das Richtige.
Angestellte eines Restaurants nach Ladenschluss
Die Züge hatten an dem Tag mehrere Stunden Verspätung.
Am nächsten Morgen vor der Kirche.


Sonntag, 14. Januar 2018

Nochmal 2017

Jetzt hats mal wieder ein paar Tage gedauert, bis zu einem Update.
Hier jetzt  erstmal noch ein paar Events aus dem letzten Jahr - mehr Vergnügen als Arbeit :-)
In Lens Kindergarten ist echt immer einiges geboten und Len - und auch wir - lernen einiges über die japanische Kultur!
Im Herbst wurden ja die Süßkartoffeln geerntet und schon zu einer süßen Nachspeise verarbeitet. Jetzt gab es noch gegrillte Süßkartoffeln für alle.
Mamas, Geschwister und natürlich auch Papas, wenn sie Zeit haben, dürfen bei den meisten Events kommen und zuschauen und bekommen dann auch immer noch was ab von dem leckeren Essen!
Das ist echt super toll!

Beim Süßkartoffeln essen
Hier wurden die Süßkartoffeln gegrillt
Kurz darauf gab es für alle eine echt leckere Suppe die mehr aus dem Norden Japans kommt. Hier in Japna hat so jedes Gebiet sein spezielles Essen ...


Viel Gemüse, Fleisch und so Klösse aus einem bestimmten Mehlwassergemisch





Ich - Tabea - fand die Suppe mega lecker und freute mich deshalb umsomehr, als wir sogar noch Suppe mit Heim nehmen durften - dank unserer guten Beziehung zur Kindichefin :-)

Und dann war auch schon Dezember...

Kindliche Freude ist doch einfach super und so waren beide jeden morgen früh wach um ein kleines Geschenk aus dem Adventskalender zu holen... 

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An einem halben Kinditag haben wir danach Lens Freunde mit Mamas und Geschwistern zu uns eingeladen und eine Waffelparty gefeiert!
Da war ganz schön was los mit 11 Kids und 6 Mamas in unserer doch nicht ganz so grossen Wohnung...


Als Überraschung für uns hatten sie für Len und Luca je einen echten Kimono mitgebracht. Mit 3, 5 und 7 Jahren werden in Japan Bilder mit den Kindern gemacht. Normalerweise im Fotostudio mit geliehenen Kimonos. Sie hatten uns gefragt, ob wir das auch machen weil Len 5 und Luca 3 ist. Ich hatte verneint, weil es eben auch sehr teuer ist. Und da haben sie uns so überrascht und wir konnten wenigstens zu Hause ein paar Bilder von den beiden machen.


 Am kommenden Wochenende stand dann die sogenannte Habyokai auf dem Kindiprogramm. Am Samstag und Sonntag führten die Kinder eingeübte Tänze auf der Bühne auf. Jede Gruppe hatte einen extra Tanz für Jungs und Mädels, was im Endeffekt dann 18 Tänze waren! Die Erzieherinnen hatten für jedes Kind ein Kostüm maßgeschneidert  und auch die Bühnenbilder waren für jeden Tanz anders und selbst gemacht. Echt super krass und mega beeindruckend was Kinder schon alles können und wir gross das Engagement der Erzieherinnen ist.



 Len hat es super viel Spaß gemacht und auch Luca war voll dabei - sie wollte an beiden Tagen das fast komplette Programm sehen :-)

Und dann gabs auch noch ne Weihnachtsfeier im Kindi - da waren wir vor einem Jahr das erste Mal dort. Geschichte, Musik und ein Theaterstück der Erzieherinnen und danach natürlich noch für jedes Kind ein Geschenk vom Weihnachtsmann.


Unsere Türdeko... da wir im ersten Stock wohnen und so unsere Tür auch vom Gehweg auf dem viele vorbeilaufen sichtbar ist, wollten wir die Chance nutzen und weitersagen warum Weihnachten gefeiert wird.


Ellen hat uns auch schöne Kärtchen gemalt und so konnten wir auch ein bisschen deutsche Weihnachtstradition mit Weihnachtsplätzchen weitergeben.


Die Kinderweihnachtsfeier in der Kirche war auch wieder echt super! 2 von Lens Kindifreunden, die wir eingeladen hatten, kamen und hatten ihren Spaß. Auch meine Deutschschülerin kam mit ihrem älteren Sohn, dem es sichtlich gefallen hat.
Weihnachtsanspiel, viel rockige Musik, Spiele drin und draussen, eine Geschichte von der Seniorpastorin, Süßigkeiten, Geschenke... nichts fehlte um Jesus Geburtstag so richtig zu feiern!
Weihnachtsanpiel
Illumination - gehört in Japan einfach zum Winter



Eine Woche später dann schon Silvester ... die Kinder und die Mama verschliefen den Jahreswechsel und Lotze war von 23 Uhr bis 1 Uhr beim Gottesdienst in der Kirche und hat so sein neues Jahr in der Gemeinschaft mit anderen Christen gestartet.
 

 Am 1.1.2018 gab es dann Nachmittags einen Gottesdienst mit anschliessendem Zusammensein bei Gemüsesuppe mit Mochi oder Roterbohnenpastesuppe mit Mochi drin.
Mochi ist ein Reiskuchen der Traditional an Neujahr in Japan gegessen wird.

Mehr über das was im Jahr 2018 schon los war, gibts die nächsten Tage!

Euch allen wünschen wir noch ein reich gesegnetes neues Jahr 2018!!!

Mittwoch, 27. Dezember 2017

Gerd Strauss - nicht nur ein Missionarskollege - sondern unser Freund - ist am 9. Dezember ganz plötzlich und für uns alle völlig überraschend gestorben.
Noch immer können wir es nicht richtig glauben und der Schmerz über diesen Verlust ist nur schwer in Worte zu fassen. Noch schwerer vorzustellen ist, wie es seiner Frau Heike und den 3 Kindern geht, die ihren liebenden Ehemann und Vater verloren haben.
Gerd und seine Familie waren von Anfang an sehr wichtig für uns und ohne sie hätte Lotze Japan nicht kennen und lieben gelernt. Er war schon in seinem Missionspraktikum 2005 in Japan bei Familie Strauss untergebracht und deren sprühende Begeisterung und Liebe für Land und Leute sind auch in Lotze nicht wirkungslos geblieben.
Unseren ersten Missionsstand beim Pfingstmissionsfest 2008 hatten wir gemeinsam mit Straussens.  Während unserer Sprachschulzeit wurden wir an manch einem Sonntag abend noch von ihnen ausgeführt und konnten durch die gemeinsamen Zeit Kraft für die neue herausfordernde Woche sammeln.
Das sind nur ganz kleine Erinnerungen in der Menge die uns in den letzten Wochen immer wieder ins Gedächtnis kommen und den großen Verlust noch deutlicher machen.
Gerd hinterläßt eine Riesenlücke nicht nur in seiner Familie, sondern auch in unserem Team, in der tollen Arbeit die er im Nordosten Japans in den Übergangssiedlungen mit seiner Heike getan hat, in unseren Herzen....
Wir werden ihn wieder sehen - bei Jesus! Darauf freuen wir uns jetzt schon!


Mittwoch, 15. November 2017

Oktober

Familienzuwachs 
 
Die nette junge Dame auf dem Bild (außer Tabea und Luca :-) ) heißt Ellen und ist seit dem 30. September unser neues Familienmitglied. Ellen kommt im Rahmen des „Impact“ Programms der Liebenzeller Mission und wird für mindestens ein halbes Jahr bei uns mitarbeiten, mitleiden, mitfeiern…
Das Impact Programm sendet junge Leute in die ganze Welt, um die Missionare der Liebenzeller Mission zu unterstützen. ( http://www.impact-einsatz.de/ ) Für uns ist es das erste Mal, dass wir direkt für einen „Impi“ verantwortlich sind. Ellen wird vor allem in dem Kindergarten mitarbeiten, den auch Len besucht. Deshalb wohnt sie auch nicht bei uns, sondern neben dem Haus der Kindergartenleiterin. Ihre Wohnung teilt sie sich mit Yu aus Mexiko, die ebenfalls für ein halbes Jahr einen Einsatz in dem Kindergarten macht. Zudem wird sie uns in Familie und Gemeinde unterstützen.
Wir sind gespannt darauf, wie Gott Ellen in den nächsten Monaten gebrauchen wird und freuen uns auf die gemeinsame Zeit. 

Festival Training 
In den letzten Posts haben wir ja schon von den Festivals berichtet, die von der Kirche veranstaltet werden. Als Vorbereitung für das letzte Festival, hat der Jugendpastor mit den Schülern der Gemeindeschule einen kleinen Workshop durchgeführt. Unter anderem haben wir ausprobiert, wie man mit einem Riesenball Volleyball spielen kann und ich konnte einen kleinen Graffiti-Workshop geben. Auf dem steinigen Boden blieb der Ball leider nicht lange von Löchern verschont. Trotzdem hat es einige Zeit gedauert, die ganze Luft wieder aus dem Ball zu bekommen.






IKEA Rallye
Da es ganz in der Nähe des Schülerheims der Liebenzeller Mission einen IKEA gibt, haben wir vor kurzem den Teenkreis einfach dort hin verlegt. Die Teens mussten durch den ganzen Laden flitzen und verschiedene Aufgaben erledigen. Zur Belohnung gabs das obligatorische Softeis.


 Von anderen lernen 
Unserer Kirche ist es wichtig, von anderen zu lernen und gute Kontakte zu anderen Kirchen zu pflegen. Deshalb haben wir als Leitungsteam der "Yamato Calvary Chapel" einen Besuch abgestattet. Die Kirche ist etwa doppelt so gross wie unsere und es war sehr interessant zu sehen, wie die Kirche organisiert ist und welche verschiedenen Arbitsbereiche sie haben. 
Am eindrücklichsten war für mich, dass man CD's kaufen kann, auf denen nur Witze vom Hauptpastor drauf sind. :-)



 


(Regen-) Festival

Mitte oktober fand auf dem Gelände der Fussballschule wieder mal ein Festival statt. Dazu haben wir im Vorfeld viele Einladungen in der Umgebung verteilt. Trotz des Regens kamen viele Besucher und haben die Stände, Spiele, das Theaterstück und kostenlose Essen sichtlich genossen.

 




 

Leadership Retreat
Neben den wöchentlichen Sitzungen trift sich das Leitungsteam der Gemeinde zu einer längeren Klausurtagung. Ich (Lothar) konnte wieder mit dabeisein und gemeinsam wurde das nächste Jahr und die weitere Zukunft geplant. Teilweise ging es schon um 6:30 Uhr los und dauerte bis 21:00 Uhr abends. Natürlich ging alles auf Japansich, weshalb mir abends ordentlich der Kopf qualmte. Natürlich geht sowas nicht ohne Anfechtung ab, was besonders Tabea zuhause mit den Kindern abbekommen hatte.